Synchronicity Berlin

Im Rahmen des Zukunftssymposiums SYNCHRONICITY wurden an zwei Tagen 40 TeilnehmerInnen (aus Architektur, Stadtplanung, Philosophie, Design Thinking, Medien und Projektentwicklung) zusammengebracht, um Antworten auf die Fragen zur Gestaltung urbaner Lebens- und Arbeitsräume der nächsten Generation zu finden.

Bei der Entwicklung des Veranstaltungsformates habe ich die Veranstalter von SYNCHRONICITY (glockenweiß und minigram) beraten und begleitet. Kollaborativ haben wir ein fluides und partizipatives Format konzipiert, bei dem spezifische Themen-Workshops und eine Publikation eine zentrale Rolle spielen, um konkrete Inhalte für das „Stadtquartier der Zukunft“ zu entwickeln.

Moderator Andreas Krüger bei der Eröffnung

Außerdem wollten wir ein Format entwicklen, bei dem die TeilnehmerInnen einerseits zwar konkrete Inhalte erarbeiten und diese parallel dokumentieren, ohne jedoch das Gefühl von Arbeit zu haben, sondern inspiriert zu werden und genügend Raum haben, sich wechselseitig kennenzulernen, miteinander auszutauschen und zu verknüpfen.

Da es das Ziel des Zukunftssymposiums war,  Fragen zur Gestaltung urbaner Lebens- und Arbeitsräume der nächsten Generation zu bearbeiten, sollten diese Ergebnisse festgehalten werden, damit sie auch in anderen Stadtentwicklungsprojekten genutzt werden können. Daher wurden die in den Workshops erarbeiteten Ergebnisse in nahezu Echtzeit dokumentiert und in einer Publikation zusammengefasst.
Diese parallele Dokumentation der Workshop-Inhalte bzw. Ergebnisse sowie deren unmittelbare Veröffentlichung am Ende der Veranstaltung war eine der zentralen Herausforderungen für die Umsetzung des Formats.

An 1,5 Tagen fanden sechs Workshops statt, von denen jeweils zwei parallel durchgeführt wurden. Jeder Workshop wurde von einem Host — inhaltlicher Experte für eines der Kernthemen Architektur, Mobilität, Nachhaltigkeit, Technologie, Außenraum & Nutzungsarten — geleitet. Um die in den Workshops erarbeiteten Ergebnisse zu dokumentieren, hatten wir in jedem Workshop einen „Rapporteur“, die mit der schriftlichen Dokumentation der Inhalte und Ergebnisse beauftragt war. Zusätzlich gab es ein Grapical Recording von allen Workshops, um die schriftlichen Inhalte visuell abzubilden. Um alle diese Inhalte in einer tatsächliche Publikation zusammen zu führen, hatten wir eine Designerin mit Erfahrung im Bereich Publikationen, insbesondere e.pubs.

Auszug aus der Publikation (e.pub)

 

Um die Hosts bei der Workshop-Vorbereitung zu unterstützen, haben wir ihnen vorab zahlreiche Hinweise und Material in Form von Briefings zukommen lassen. In diesem Prozess stellte sich heraus, dass die Hosts ganz unterschiedliche Bedürfnisse hinsichtlich der Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung ihrer Workshops hatten: Einige Hosts hatten viel Vorwissen und Erfahrungen beim Anleiten von Workshops und somit eine konkrete Vorstellung von ihren Workshop-Zielen und Herangehensweisen. Andere Hosts brauchten stärker unsere Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Workshop-Struktur.

Bereits hier waren die Rapporteure zentral, die die Workshop-Host nicht nur in der Dokumentation, sondern darüber hinaus auch bei Vorbereitung und Workshop-Durchfürung intensiv unterstützen. So wurden sie — neben ihrer Rolle als Rapporteure — zum Teil zu Facilitatoren und Ko-moderatoren, um die Host zu unterstützen.

SYNCHRONI.CITY Berlin 2016 Foto: Gregor Fischer

Wie bereits erwähnt, war es uns wichtig, dass alle TeilnehmerInnen nicht nur in Workshop Inhalte erarbeiten, sondern sich inspiriert fühlen und genügend Raum haben, sich wechselseitig kennenzulernen, miteinander auszutauschen und zu verknüpfen. Um dies zu ermöglichen, haben wir neben den Workshops Elemente in das Format eingebaut, durch die die TeilnehmerInnen (mal mehr und mal weniger angeleitet) miteinander in den Austausch kamen:

Um zunächst einen möglichst inspirierenden Einstieg in das Thema und die gemeinsame Arbeit zu finden, sind wir mit einer (der einzigen) Keynote in den ersten Tag gestartet, bevor die erste Workshops anstanden.

Auch bei der Einteilung der Workshops, wollten wir das Format möglichst fluide und flexibel halten: Wir wollten, das alle TeilnehmerInnen spontan ihren Interessen folgen können und haben vorab keine Aufteilung festgelegt. Diese Aufteilung sollte erst unmittelbar vor den Workshops erfolgen und zwar anhand von kurzen Pitches, in denen die Hosts ihren Workshops vorstellten.

Lucas Licht beim Pitch zu seinem Workshop

Um die Initiative für Networking und Austausch nicht allein den TeilnehmerInnen überlassen, haben wir ein begleitetes Networking-Element in das Format eingebaut: Hierfür haben wir zunächst bei der Ankunft von allen TeilnehmerInnen ein Foto gemacht, diese an einer zentralen Wand gesammelt und durch ein kleines Template ergänzt, durch das die TeilnehmerInnen mehr voneinander erfahren konnten.

Im Anschluss folgte ein sehr informelles Dinner, bei dem sich alle TeilnehmerInnen ganz frei austauschen, neu gemachte Bekanntschaften weiter vertiefen konnte und die Eindrücke vom Tag in entspannter Atmosphäre besprechen konnten.

Diesem sehr freien Austausch haben wir auch am zweiten Tag erneut Platz eingeräumt, indem wir die einstündige Mittagspause um eine weitere Stunde verlängert und verschiedene Räume angeboten haben, in denen die TeilnehmerInnen sich zurückziehen und ausruhen konnten, weiter austauschen oder in einem anderen Raum mails und Anrufe erledigen konnten.

Einen wichtigen Beitrag für die erfolgreiche Umsetzung von Synchronicity  hat die hervorragende Location Private Roof Club gespielt, in der Gastfreundschaft wie an keinem anderen Ort in Berlin gelebt wird.

Die Publikation kann als .pdf sowie e.pub heruntergeladen werden.

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie man bei der Live-Dokumentation von Events oder Workshops vorgeht, kann diesen ausführlicheren Artikel zu den Herausforderungen und konkreten Lösungsansätzen lesen.

Fotos: Gregor Fischer

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